Ingrid van Bergen 

Die Schauspielerin Ingrid van Bergen wurde 1931 in Danzig geboren.
Ihre frühe Kindheit verbrachte sie in den Masuren (Ostpreußen). Bereits als Kind spielte sie in verschiedenen Theatergruppen. Nach dem Tod des Vaters an der Ostfront zog die Familie nach Danzig. Kurz vor Kriegsende flüchteten ihre Mutter, sie und ihre 3 Geschwister vor dem russischen Vormarsch per Schiff, welches durch einen Bombenagriff getroffen wurde. Sie und ihre Familie konnten von dem sinkenden Schiff gerettet werden. Sie war gerade 13 Jahre alt. Nach ihrer Rettung gelangte die Familie nach Dänemark, wo sie 1945-1948 in dänischen Lagern interniert waren.
1950 erfolgte die Rückkehr nach Deutschland, wo sie im gleichen Jahr ihr Abitur in Reutlingen ablegte. Im Anschluss daran ließ sie sich an der staatliche Hochschule für Musik Hamburg zur Schauspielerin, später auch zur Sängerin ausbilden und verwirklichte so ihren lang gehegten Traum.
1953 war sie Mitbegründerin des politischen Kabaretts „Die kleinen Fische“ in München. Ein Engagement bei den legendären Berliner Stachelschweinen schloss sich an.
1954 wurde sie von Helmut Käutner für den Film entdeckt. Es folgten viele Film- und Fernsehproduktionen (ca. 200!) auch auf internationalen Terrain – Filme mit Kirk Douglas, Robert Mitchum, William Holden, Giulietta Masina. Ingrid van Bergens Karriere entwickelte sich von da an kontinuierlich.
Neben ihrer Filmtätigkeit war und ist ihr das Theater stets ein wichtiger Aspekt ihres Berufes. Sie spielte auf Bühnen in Berlin, Hamburg und München. Als Sängerin konnte sie ebenfalls Erfolge verzeichnen, sie veröffentlichte einige Schallplatten.
 
1977 kam ein Einschnitt in ihr Leben als sie wegen Totschlags im Affekt an ihrem Lebensgefährten eine 5-jährige Haftstrafe antrat.
 
Langsam begannen die beruflichen Aufgaben wieder zu wachsen – sie spielte in zahlreichen TV Serien: „Die Losbergs“, „Haus am See“, „Unser Lehrer Dr. Specht“, „Mobbing Girls“ und „Bewegte Männer“ mit.
 
Ingrid van Bergen hat aus drei Ehen 2 Töchter. 1990 ereilte sie ein weiterer Schicksalsschlag als ihre jüngere Tochter mit 26 Jahren an Krebs verstarb.
1994 erschien Ihre Autobiographie „Ingrid van Bergen“.
Danach zog sie nach Mallorca und widmete sich dem Tierschutz, wo sie selbst auf ihrer Finca über 100 Tiere beherbergte – wirkte aber trotzdem nach wie vor in diversen TV-Produktionen mit. Nach 7 Jahren kehrte sie nach Deutschland zurück.
 
2005 spielte sie in dem Ein-Personen-Theaterstück „Die Klatschmohnfrau“ eine Paraderolle und ist damit seitdem erfolgreich auf Tour.
2005 bis 2008 und 2010 war sie fest im Ensemble der Störtebeker Festspielen auf Rügen.
Anfang 2009 wurde sie in der TV-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ im australischen Dschungelcamp vom deutschen Publikum zur Dschungelkönigin gewählt.
 
Zuletzt stand sie für Leander Haußmanns Film „Die Dinosaurier“ und der RTL/Sony Produktion „C.I.S. – Chaoten im Sondereinsatz“, sowie der Erfolgsserien "Doctor's Diary", "Großstadtrevier" und Sendungen wie "Lafer! Lichter! Lecker!" und "Inas Nacht" vor der Kamera. Auf der Bühne feierte sie große Erfolge als ‚Maude’ in dem Kultstück „Harold und Maude“. Des Weiteren trat und tritt Ingrid van Bergen in zahlreichen Talkshows auf.   

Ingrid van Bergen  ist zu hören in .....

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