Horst Naumann
Horst Naumann wurde am 17.11.1925 in Dresden geboren und absolvierte in seiner Heimatstadt auch seine Schauspielausbildung. Von 1946–1952 spielte er auf den verschiedensten Bühnen der DDR, dann wurde er nach Berlin geholt und für den Film entdeckt.
In zahllosen Bühnenrollen, in Kinofilmen und Fernsehserien, als Theaterregisseur und Synchronschauspieler erlangte er hohe Popularität. So drehte er die Kinofilme „Leuchtfeuer“ unter der Regie von Wolfgang Staudte und „Carola Lamberti – Eine vom Zirkus“ mit der unvergesslichen Henny Porten und feierte zwei Filmpremieren in einem Jahr. Weitere Hauptrollen in DEFA–Filmen folgten, bis ihn die Stasi so stark unter Druck gesetzt hatte, dass er 1958 nach West-Berlin floh.
In der Bundesrepublik konnte er schnell an seine Erfolge anknüpfen, so war eine seiner Glanzrollen der ‚Graf von Stauffenberg’ in dem TV-Spiel „Porträt eines Attentäters“.
Viele Film-, und Fernsehrollen folgten, vom „Arzt von St. Pauli“ (mit Curd Jürgens) über ‚Dr. Römer’ in der „Schwarzwaldklinik“ bis zum ZDF „Traumschiff“, in dem er 27 Jahre lang den Schiffsarzt ‚Doc Schröder’ verkörperte. Insbesondere die letztgenannte Rolle bescherte ihm eine ungeheure Popularität.
Zuletzt sah man Horst Naumann mit Friedrich von Thun in der Rosamunde Pilcher-Verfilmung „Lords lügen nicht“.
Neben seiner Fernseharbeit übernahm Horst Naumann auch viele Aufgaben als Synchronschauspieler, so lieh er u.a. Lex Barker, Leslie Nielsen und Sean Connery seine Stimme.
Auch die Hörspielarbeit ist ihm keineswegs fremd. Neben vielen anderen Auftritten ist er im Bereich des kommerziellen Hörspiels vor allem bekannt als ‚Erzähler’ in den Europa-Hörspiel-Serien „Edgar Wallace“ und „Masters of the Universe“.
Immer wieder steht er auch gern in renommierten Boulevardtheatern, wie dem Berliner Theater am Kürfürstendamm, der Münchner Komödie im Bayerischen Hof oder dem Hamburger Winterhuder Fährhaus auf der Bühne.
In Duisburg inszenierte und spielte er in den vergangenen Jahren in zwei Komödien von Bernard Slade und ist in 2012 als ‚Ekel Alfred’ in dem Kult-Klassiker „Ein Herz und eine Seele“ von Wolfgang Menge im Kleinkunsttheater „Die Säule“ zu sehen.
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